Stabsichtigkeit (Astigmatismus)
Physiologie:

Bei der Stabsichtigkeit sieht der Patient, sowohl in der Ferne als auch in der Nähe, je nach Stärke der Stabsichtigkeit, mehr oder weniger schlechter. Dies ist dadurch bedingt, dass eine unterschiedliche Brechkraft zwischen horizontalem und vertikalem Strahlen die Bilder auf der Netzhaut verzerrt darstellt. Der Astigmatismus ist meist verbunden mit einer Hyperopie oder Myopie. Häufiger kommt ein Hornhaut-, denn ein Linsenastigmatismus vor.
Laserindikation und Prognose:
Wenn die Hornhaut dick genug ist und weitere Voraussetzungen der Hornhautkrümmung (Topografie) erfüllt sind, kann man momentan nach Meinung der Kommission für Refraktive Chirurgie bis zu einem Wert von 4-5 dpt Astigmatismus lasern. In Bezug auf die Regressionswarscheinlichkeit liegt der Astigmatismus, wie die Hyperopie, deutlich höher als die Myopie. Erfahrungsgemäß muss in ca. 30% aller Lasik-Fälle von einer Teilregression nach Monaten oder auch Jahren ausgegangen werden.
Begriffserklärung
- Hyperopie = Weitsichtigkeit
- Myopie = Kurzsichtigkeit
- Astigmatismus = Stabsichtigkeit
- Linsenastigmatismus= Stabsichtigkeit der Linse
- Regressionswarscheinlichkeit = die Warscheinlichkeit, dass ein Teil des des gelaserten Wertes nach einiger Zeit verloren geht
- Lasik = Laser-OP der Hornhaut mit Hilfe eines Hornhaut-Deckelchens
